Rechtsreferendare, die in Hamburg ihren Vorbereitungsdienst absolvieren werden im Vergleich zu ihren Referendarkollegen in anderen Ländern unterdurchschnittlich bezahlt. In Hamburg erhalten Rechtsreferendare lediglich 900 € brutto und sind damit Schlusslicht, was das Gehalt angeht.
In Hamburg ist das Thema der Vergütung von Referendaren nun ein Thema der Politik geworden. Wie die WELT berichtet, fordert die Opposition der CDU eine Anhebung der Unterhaltsbeihilfe:
Wir fordern eine substanzielle Erhöhung der Unterhaltsbeihilfe, damit die Hamburger Referendare wenigstens im Mittelfeld liegen,
sagt der CDU-Justizpolitiker André Trepoll. Darüber hinaus fordert er, dass über einen angemessenen Familienzuschlag für Rechtsreferendare nachgedacht werde. Denn auch hier besteht Nachholbedarf: Die Hamburger Referendare sind deutschlandweit die einzigen, die derzeit keinen Familienzuschlag erhalten! Wie wir auch hier in den RefNews berichteten, führt nun auch das Land Schleswig-Holstein, das neben Hamburg ebenfalls eine solche Leistung nicht vorsah, ab dem nächsten Jahr einen Familienzuschlag für Referendare ein.
Dass das Thema nun die Politik erreicht hat, ist sicherlich auch ein Verdienst des Personalrats der Hamburger Referendare, die schon länger regelmäßig auf die schlechte Vergütung der Referendare aufmerksam macht und Nachbesserungen – auch was die Hinzuverdienstgrenze angeht – fordert. Das zeigt mal wieder: Personalratsarbeit lohnt sich! Sobald sich neue Entwicklungen ergeben, werden wir hierüber natürlich in den RefNews berichten.